Fertilitätsstörungen

Mikronährstofftherapie

Spermienfunktion unterstützen
Die Konzentrationen bestimmter Mikronährstoffe in der Plasmamembran sind bei Spermien von fruchtbaren und unfruchtbaren Männern unterschiedlich. So ist die Anzahl der Spermien, die kein L-Carnitin enthalten, bei infertilen Männern signifikant erhöht. Ein geringer L-Carnitinspiegel korreliert mit niedriger Spermienkonzentration und -beweglichkeit. Eine Supplementierung mit L-Carnitin zeigte in Studien eine Verbesserung der Parameter und führte insgesamt zu einer Erhöhung der Schwangerschaftsrate.
 
Oxidation verhindern
Oxidative Vorgänge beeinflussen die Viskosität der Samenflüssigkeit und können zu DNS-Schäden führen. Hier scheinen vor allem L-Glutathion und Coenzym Q10 sowie Vitamin C wichtige antioxidative Schutzaufgaben zu erfüllen.
 
Testosteronspiegel aufrechterhalten
Das Spurenelement Zink wird zur Bildung von Testosteron benötigt. Fruchtbarkeitsstörungen gehen einher mit einem signifikanten Abfall der Zinkwerte im Serum und in der Plasmamembran der Spermien sowie einem generell erniedrigten Testosteronspiegel. Eine ausreichende Versorgung mit Zink ist für eine qualitativ und quantitativ ausreichende Spermatogenese notwendig.
 
Spermatogenese unterstützen
Das Spurenelement Selen wird zur Aktivierung der Spermatogenese benötigt. Ein niedriger Selenstatus führt zu einer unzureichenden Differenzierung der Keimzellen und damit zu einer verringerten Spermienbildung. Nach neuen Untersuchungen scheint Vitamin D mit dem Stoffwechsel der Spermien in Verbindung zu stehen. So wurde erstmals ein Vitamin-D-Rezeptor an den Spermien lokalisiert. Die B-Vitamine spielen eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung der Sexualhormonproduktion.
Vitamin B6 wird bei der Synthese von RNA und DNA benötigt. Durch die positive Beeinflussung des Homocysteinspiegels tragen zudem ausreichend hohe Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel zur Aufrechterhaltung der Fertilität bei.
Auch Pflanzenextrakte können die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. So konnte Maca eine sofortige Verbesserung der Spermatogenese mit anhaltender Wirkung während eines spermatogenen Zyklus bewirken. Bei stressbedingtem Libidomangel kann Maca anregend wirken. Eine besondere Bedeutung in der Therapie der Infertilität kommt Ginseng zu. Durch seine kortikomimetischen und adaptogenen Effekte zeigt Ginseng stimulierende Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Über die dadurch bedingte Verbesserung der Stresstoleranz trägt Ginseng zur Erhöhung der Spermienqualität bei. Guarana zeigt fördernde Effekte auf Antrieb und Stimmungslage.

Laboruntersuchung

Mögliche Laboruntersuchung (Labor GANZIMMUN) Detailinformationen
Hormone im Speichel Testosteron, DHEA, Östradiol Hormondiagnostik im Speichel
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